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Datenschutz und Webcounter

Das Internet ist durchsichtiger, als mancher User es für wahr halten würde. Schon mit dem Versenden einer E-Mail kann man mehr Informationen über sich preisgeben, als man eigentlich möchte. Ein Webcounter ist in dieser Hinsicht eine wahre Wundermaschine. Hier wird zunächst einmal der Klick auf die Seite, auf der er eingebunden ist, gezählt. Dieser Klick wird in einer Statistik verwendet. Der Seitenbetreiber möchte vor allem wissen, wie viele User sich in einem gewissen Zeitraum auf seiner Seite sehen lassen. Damit ist es aber in manchen Fällen lange nicht getan.

Über manche Webcounter erfährt der Seiteninhaber auch vieles über die Gewohnheiten des Surfers. So kann zum Beispiel durchaus registriert werden, über welchen Provider sich der Besucher einloggt, um das Internet nutzen zu können. Auch, welcher Browser verwendet wird, ist deutlich ersichtlich. Dies hat zum Teil aber Gründe, die zum Nutzen des Besuchers gedacht sind. Eine Seite, auf der sich deutlich mehr User mit einem bestimmten Browser einloggen, wird diese Homepage auch für diesen optimieren. Der Besucher hat dann den Vorteil, dass er die Funktionalität und die Anzeige zu seiner vollsten Zufriedenheit nutzen kann. Der Webcounter kann in einem solchen Fall auch erkennen, mit welchen Plug-ins oder Add-ons der User ausgestattet ist. Selbst darüber, welches Betriebssystem auf dem jeweiligen Rechner installiert ist, kann der Webcounter auflisten.

Statistiken, wie zum Beispiel eine Monatsübersicht, eine Jahrestabelle oder eine Wochenansicht der Besucher für eine Seite helfen dem Betreiber, die Seite so zu verändern, dass er damit den maximalen Erfolg erzielen kann. Es ist manchmal auch wichtig, zu wissen, woher die Besucher kommen. Finden sie aus der Region, aus dem Bundesgebiet, aus dem Gebiet der EU oder gar aus internationalen Gefilden auf die Seite? Gerade, wenn man die Reichweite seiner Seite überprüfen und ausbauen will, ist hier der Webcounter sehr wichtig. Die Erkennung, woher ein User kommt, erfolgt über die IP Adresse. Man muss sich aber keine Sorgen machen, dass der Seiteninhaber hier Adresse oder Telefonnummer gesagt bekommt. Lediglich eine Ortskennzahl in der IP verrät, ob ein Besucher zum Beispiel aus dem Raum Köln und Bonn kommt, ob er in Frankreich sitzt, oder vielleicht sogar in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Das Letzte, das für den Seiteninhaber wichtig sein könnte, ist der Weg, den der User gegangen ist, um auf seine Seite zu kommen. Führte sein Weg über die einfache Eingabe der URL? Hat eine Suchmaschine ihn hergebracht, und wenn ja, welche? Oder war es gar ein Werbebanner, der den Besuch des Users nach sich gezogen hat? Um weitere Werbung zu planen, Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung zu überprüfen oder auszuweiten und aus vielen anderen Gründen können diese Informationen sehr wichtig sein. Dennoch wird sich strikt an den Datenschutz gehalten. Der User an sich ist, wie Glas. Er ist durchsichtig, in allen seinen Gewohnheiten, seiner Ausrüstung, seinem Herkunftsgebiet und manchen anderen Dingen. Dennoch bleibt sowohl dem Seiteninhaber, wie auch dem Anbieter vom Webcounter, das Allerheiligste verborgen: Der Name, die Anschrift und die Telefonnummer des Besuchers sind und bleiben ein Tabu. Dies darf und wird sich auch nicht ändern.




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